Kirche zu den Drei Marien *** Härtensdorf / Erzgeb.

ehemalige Hofkirche der Herrschaft Wildenfels

 

 

Hier erfahrt ihr nun wie sich unsere Kirche seit ihrer Weihung als kleine Wegkapelle  bis heute entwickelt hat, natürlich konnten wir nicht

jedes kleine Detail erwähnen deshalb bitten wir euch, falls ihr noch mehr Interesse haben solltet euch an

Frank Mempel zu wenden

 

 

1150

 

Weihe als Wegekapelle am Böhmischen Steig durch Mönche der Marienkirche Zwickau lt. Pfr. Schiller (Neue Sächs. Kirchengalerie, Ephorie Zwickau, Parochie Härtensdorf – Leipzig 1902)

 

1322

Erstmalige Erwähnung eines Geistlichen mit Sitz in Härtensdorf

1450

Umfangreiche Baumaßnahmen nach erheblichen Zerstörungen in den Hussittenkriegen, aus dieser Zeit stammt die Marienglocke, die heute noch werktags dreimal geläutet wird

 

um 1470

Taufstein, Abendmahlskelch und Wegekreuze, eines davon nach Wildenfels zum dauernden Gedächtnis an die Mater Härtensdorf abgegeben

 

1509/10

Peter-Breuer-Altar („Peter Breuers liebenswürdigstes Werk“)

 

1529

Einführung der Reformation

1531

Erster ev.-luth. Pfarrer für die Herrschaft Wildenfels mit Sitz in Härtensdorf

1539

Beisetzung von Anarg Heinrich v. Wildenfels, 1. ev. Reichsgraf der reichsunmittelbaren Herrschaft Wildenfels, Freund Dr. M. Luthers, Erzieher sächs. Kurfürsten, Jurist, ordnete die rechtlichen Seiten der Reformation in den westerzgebirgischen, vogtländischen und ostthüringischen (reußischen) Gebieten, Liederdichter (Grabmahl vor Sakristei)

 

1558

Heinrich v. Wildenfels in Härtensdorfer Gruft beigesetzt

1577-80

Grundsteinlegung für einen Betsaal im Städtlein Wildenfels als Filial von Härtensdorf

1580

Erster Kantor in Wildenfels, zuständig für Härtensdorf und Wildenfels

1587

Vertrag zwischen den Häusern Wildenfels und Solms über Nachfolge in der Herrschaft Wildenfels

 

1589

Das Wildenfelser Kirchlein brennt ab.

 

1602

Anarg Friedrich v. Wildenfels, Prof. an der Sächs. Fakultät an der Uni Prag, Rektor der Uni Jena, in Gruft beigesetzt, das Haus Solms –Laubach übernimmt die erledigte Herrschaft Wildenfels

1605

Neubau der Wildenfelser Kirche

1633

Wildenfelser Kirche nach schwerem Brandschaden wiederum neu errichtet

1677

Pfarrer von Härtensdorf erhält den Titel „Hofprediger von Wildenfels und Pfarrer zu Härtensdorf“, die Dienste in Wildenfels werden von einem Diakon wahrgenommen

 

1698-1703

Umfassende Reparatur- und Neubauarbeiten in und an Kirche, Neubau des Kirchenschiffes

1703/04

Einbau eines erneuerten Orgelpositives aus Kirche Wildenfels

 

1719 

Renovierung des Positivs

1800

Das Städtlein Wildenfels beginnt eigene Kirchenbuchführung

1801

Neuguß einer gesprungenen Glocke

 

1834

Ausgliederung des Härtensdorfer Kantorates aus dem Kantorat Wildenfels

 

1846

Weihe der Urban-Kreutzbach-Orgel in Härtensdorf

 

1865

Tod des letzten Hofpredigers in Härtensdorf

1866

Ausgliederung der Parochie (Kirchgemeinde) Wildenfels aus der Parochie Härtensdorf, der neue Härtensdorfer Pfarrer führt nicht mehr den Titel eines Hofpredigers; Beginn des Neubaues der Wildenfelser Stadtkirche

 

1868 

Neuguß der gesprungenen ältesten Härtensdorfer Glocke, nunmehr ist die heute noch erklingende Marienglocke von 1450 die älteste

umfassende Renovierung der Kirche

Deckengemälde von Meister Israel aus Lichtenstein / Sa.

1900

Gründung des Freiwilligen Kirchenchores Härtensdorf durch Kantor Paul Gerhardt

 

1917

Abführung der beiden neueren Glocken und der Prospektpfeifen der Orgel für Kriegszwecke

1922

Ersatz der Prospektpfeifen

1925

Ersatz der fehlenden Bronzeglocken

1934

Gründung der ersten geschlossenen Bekennenden Gemeinde Sachsens als Ausdruck des Widerstandes gegen die sog. „Deutschen Christen“ durch den damaligen Vikar Otto Riedel

 

 

1935

Ordination von 7 Vikaren, dar. Otto Riedel, durch Sup. Hahn, dem späteren sächs. Landesbischof, im Beisein von Otto Niemöller

 

1936

Wildenfelser Schützenmarsch“ nach Härtensdorf trickst Deutsch-Christlichen Zwickauer Superintendenten aus

1939

Wiederweihe des restaurierten Härtensdorfer Marienaltars von Peter Breuer

1941

Kriegsbedingte Abführung von 2 Bronzeglocken

1962

Wiederbeschaffung von 2 Stahlgußglocken

1968/69        

Einbau einer Elektro-Heizung und Erneuerung des Außenputzes durch die Fa. Kurt Huster, Härtensdorf

 

1974 

Gründung des Posaunenchores Härtensdorf durch Berhardt Salewski

1982 

Sanierung des Kirchturmes mit Wetterfahne und Turmknauf

1995

Härtensdorf wird Ortsteil der Stadt Wildenfels

1996/98

Wiederherstellung der Altargemälde durch Jan und Anke Großmann, Radebeul

1999

Entdeckung des alten Wildenfelser Herrschaftswappens im Zwischenboden des Vorhausdaches als Zeichen für die Hofkirche der Herrschaft Wildenfels durch die Dachdeckerfirma Kurt und Jan Großmann, die die Dachsanierung aus Anlaß der 850-Jahr-Feier kostenlos ausführten.

 

2000

Wiederweihe des komplett sanierten Peter-Breuer-Altars im Rahmen der 850-Jahr-Feier der Kirche

 

Gemeindesituation heute:

822 Einwohner im Ortsteil Härtensdorf (18.01.02)

436 ev.-luth.Kirchgemeindeglieder (31.12.01)

Pfarrstelle seit 01.01.2001       -  Pfr. Richter (( 037603 50741)

Kantorat seit 01.01.1974         -  Fr. M. Mempel (( 037603 2475)

Frauendienst:                           -  24 Frauen (( 037603 2475)

Freiw. Kirchenchor:                 -  30 Sänger, Singstunde dienstags 19.00 Uhr - Pfarramt

Kurrende:                                -  25 Kinder

                                                  Kurrendestunde donnerstags15.00/15.30 Uhr außer in den Ferien

Posaunenchor:                         -  Ltr. Hr. St. Viertel (( 037603 2451), 17 Bläser

                                                  Übungsstunde mittwochs 19.00 Uhr -  Pfarramt

Gottesdienste:                             sonntags 9.30 Uhr - außer am ersten Sonntag im Monat: 19.00 Uhr

Kanzleistunden:                           dienstags 17.00 - 19.00 Uhr ((037603 8227)